Drakes-Leoparadies
  Der Leopardgecko
 

Der Leopardgecko

  • Körperlänge (adultes Tier): 20 - 30 cm
  • Gewicht: 30 / 40g bis 150g
  • Männchen i.d.R. größer als Weibchen
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: ca. 15 - 20 Jahre

Aussehen:

  • Adulte Tiere haben meist schwarze Flecken / Punkte auf einem gelblichem Untergrund (Wildfarben / Nominat); die Haut ist rau und hat „Noppen“
  • Jungtiere haben dunkle Querstreifen und eine eher samtige Haut
  • Halspartie und Bauchseite ist bei adulten Tieren und Jungtieren i.d.R. weiß; in seltenen Fällen sind auch an der Unterseite dunkle Punkte
  • es gibt verschiedene Farbformen bei Leopardgeckos, welche durch Gendefekte entstehen

Besonderheiten:

  • Leopardgeckos haben bewegliche Augenlider, d.h. sie können ihre Augen schließen; sie orientieren sich hauptsächlich visuell, also über ihre Augen
  • Geruchsstoffe / Gerüche nehmen die Leopardgeckos mit ihrer Zunge auf und wahr; die Zunge dient also auch als „Geruchsorgan“
  • Leos haben Ohren auf beiden Seiten des Kopfes und sind als Löcher zu sehen, die Sinnesorgane selbst liegen jedoch im Inneren
  • Ob Leopardgeckos hören und wieviel sie hören, ist noch nicht intensiv erforscht wurden
  • Sie haben an den Enden der Zehen Krallen, mit denen sie auf rauen Oberflächen gut klettern können; an glatten Oberflächen ist es ihnen nicht möglich zu klettern, da sie keine Haftlamellen an den Füßen haben, wie andere Geckoarten
  • Der Schwanz dient den Tieren als Fett- und Nährstoffspeicher und außerdem auch als Schutz vor  Feinden (Autotomie = Abwerfen des Schwanzes an der Sollbruchstelle)
  • Nach der Autotomie wächst der Schwanz unter großen Anstrengungen für das Tier wieder nach, jedoch nicht mehr so schön, wie das Original:

- nicht mehr so farbenprächtig, wie vorher

- wulstiger, oft kürzer und rübenartige Form

- keine Rillen mehr, sondern glatte weiche Haut

  • Leopardgeckos sind wechselwarme Tiere, d.h. sie können Wärme nur im geringen Maße selbst produzieren; sie sind also von ihrer Umgebungstemperatur abhängig, um ihre Stoffwechselvorgänge zu regulieren deswegen sind sie Dämmerungs- und Nachtaktiv, um tagsüber der Hitze zu entgehen)
  • Die Haut der Leos wächst nicht mit, deswegen müssen sie sich ihr ganzes Leben lang in unregelmäßigen Abständen häuten:

- vor der Häutung verfärbt sich ihre Haut ins grauweiße und sieht stumpf aus

- Leos helfen bei der Häutung aktiv mit, man könnte auch sagen, sie „ziehen sich das Fell über die Ohren“

- die alte Haut wird gefressen

- Die Häutung findet meist Nachts statt und dauert 30 min bis mehrere Stunden

- Jungtiere häuten sich öfter, da sie noch im Wachstum sind



Verhalten:

  • Leopardgeckos sind Dämmerungs- und Nachtaktiv
  • Tagsüber schlafen sie
  • Leopardgeckos tolerieren einander, suchen aber nicht intensiv und bewusst die Nähe zu ihren Artgenossen
  • Männchen verstehen sich untereinander nicht; es kann zu Kämpfen kommen, die sogar zum Tod führen können
  • Bevor ein Leopardgecko sich ein Futtertier schnappt, beginnt er mit der Schwanzspitze zu zittern
  • Fühlen sich Leopardgeckos bedroht, flüchten sie
  • Sehen sie für sich keine Fluchtmöglichkeit, zeigen sie Abwehrverhalten:

- Sie strecken ihre Beine durch und machen einen „Katzenbuckel“, um möglichst groß zu erscheinen

- Schrille, knarrende, quäkende Töne werden ausgestoßen (kann auch wie das Fauchen einer Katze klingen)

- Können beißen

- Auch das Abwerfen des Schwanzes ist ein Abwehrverhalten