Neue Tiere sollten ca. 3 Monate einzeln in Quarantäne gehalten werden, bevor sie mit anderen Artgenossen zusammenkommen bzw. in das voll eingerichtete Terrarium umziehen dürfen. Im Falle einer Krankheit könnten sich sonst alle Tiere anstecken und im schlimmsten Falle sterben. Es ist auch sehr ärgerlich, wenn das voll eingerichtete Terrarium komplett ausgeräumt, gesäubert und desinfiziert werden muss. Außerdem hat man in der Quarantänezeit die Chance seinen Neuzugang besser zu beobachten und Besonderheiten kennenzulernen.
In dieser Zeit sollten mehrere Kotproben abgegeben und auf Würmer, Parasiten und Cryptosporidien untersucht werden. Die Kotproben kann man beim Tierarzt abgeben und werden dann von diesem an ein Labor geschickt. Natürlich kann man die Kotproben auch selbst bei einem Labor einschicken. Sollten die Kotproben positiv ausfallen, sollte man sofort mit der Behandlung beginnen. Hierbei hilft aber der Tierarzt.
Die Abgabe von Kotproben ist sehr wichtig, da sich manche Krankheiten erst nach einer Weile entwickeln bzw. ausbrechen. Die Tiere können Erreger schon vor dem Kauf in sich tragen, zeigen aber noch keine Symptome bzw. erwecken nicht den Anschein krank zu sein. Durch viel Stress, wie z. B. den Umzug aus der Zoohandlung zum neuen Besitzer, kann die Krankheit ausbrechen.
Für das Quarantäneterrarium eignen sich Fauna-Boxen oder kleine Glasterrarien, die ohne viel Aufwand eingerichtet werden.
Als Bodengrund benutzt man Küchenrolle oder Sand, wobei die Reinigung bei einem Küchenrollenuntergrund viel schneller geht und sauberer ist.
Für die Beleuchtung sollte man eine Leuchtstoffröhre (Tag-Nacht-Rhythmus) und einen Spotstrahler (Wärme) verwenden. Alternativ eignen sich aber auch Heizmatten oder kleine Heizsteine. Anstatt der Leuchtstoffröhre für die Grundbeleuchtung, kann man auch eine Schreibtischlampe verwenden. (Achtung! Ältere Modelle der Schreibtischlampen werden sehr heiß und geben diese Wärme auch in das Quarantäneterrarium ab. Temperatur messen ist an dieser Stelle sehr wichtig!)
Außerdem sollte auch im Quarantäneterrarium die Wasser- und die Kalziumschale nicht fehlen. Diese sollten aber relativ leicht zu reinigen sein, daher eignen sich Untersetzer aus Ton, kleine Glasschälchen, Deckel von Trinkflaschen…)
Dem Tier sollten ca. 2 Höhlen zur Verfügung stehen. Diese können aus Pappe oder Stein sein. Hauptsache sie sind leicht zu reinigen.
Wir haben in unserem Quarantäneterrarium auch eine kleine Wet-Box aufgestellt. Seitdem haben die Tiere keine Probleme mehr bei der Häutung (bzw. auch bei der Eiablage).
Abzugeben
Zur Zeit keine Nachzuchten abzugeben.
Inkubator
5 Eier im Inkubator - Schlupf voraussichtlich Ende September